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Ex: Billard Galerie

Mindestens schon seit wir unseren Laden hier haben, gab es in der Thedinghauser Straße die "Billard Galerie" (Google Street View), ein Treffpunkt vor allem zum Billardspielen. Von meinem Büro aus keine 150 Meter Luftlinie entfernt. Ich war zwar nie selber da, hatte aber das Gefühl, dass die Stätte irgendwie eine Institution war. Ständig traf man auf Leute, die dort hingingen.

Das ist nun Geschichte. Die Billard Galerie ist seit einer Weile geschlossen, in diesen Augenblicken wird das Gebäude (und die daran angrenzenden Nebengebäude und der gesamte Garagenhof daneben) entkernt. Nach Aussage des (neuen) Eigentümers des Geländes, mit dem wir vorhin noch gesprochen haben, soll evtl. heute sogar noch oder spätestens Anfang der nächsten Woche ein Bagger auf die Baustelle gebracht werden. Die gesamten Gebäude auf dem Areal werden nämlich abgerissen und im Anschluss neu bebaut.

Das ist natürlich wirklich Pech für die Billardszene hier in Bremen, aber evtl. monetäres Glück für uns. Dort kommen nämlich zu den aktuell 74 Apartments noch etliche Wohnungen zusätzlich hin – alles auch potentielle Kunden für uns. ;-)


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Ex-SPAR in Stokmarknes / Norwegen

Den SPAR-Markt in Stokmarknes gibt es nicht mehr. Bei Google Streew View zwar schon noch, aber der ist laut Google Maps "Dauerhaft geschlossen". Hier im Blog gab es ihn 2019 und noch einmal 2023 zu sehen.

Nun hat Ruth entdeckt, dass die Geschäftsräume leer stehen. Überall in den noch vorhandenen Plakatrahmen hängen Schilder, dass die 706 m² große Ladenfläche zu vermieten ist. Wer sich also noch gute zweihundert Kilometer hinter dem nördlichen Polarkreis im LEH selbstständig machen möchte, hat hier schon mal alteingesessene Geschäftsräume. Vielleicht steht ja noch die Einrichtung darin. ;-)

(Vielen Dank für die Zusendung der Fotos.)




Ist denn schon wieder …

Ein Kollege trällerte gerade schief aber laut durchs Lager:

[…] With a note saying, "I love you", I meant it.
Now I know what a fool I've been.
But if you kissed me now, I know you'd fool me again.
Rechtfertigt das 'ne Abmahnung? :-P

Umgekippter Vogelfutteraufsteller

Der Aufsteller mit Vogelfutter, den wir für ein paar Tage im Tiefkühlhaus deponiert hatten, hat den Weg nach draußen übrigens nicht überstanden.

Ich möchte jetzt keine Spekulationen darüber anstellen, warum der zusammengebrochen ist, aber als wir die Palette nach draußen ziehen wollten und das Display nicht mehr an der Wand lehnte, sackte die gesamte Konstruktion in sich zusammen.

Gut, dann eben nicht – also stehen die Produkte lose im Regal mit Wildvogelfutter bei uns im Eingang und die Reste stehen in Kisten im Lager, von wo aus wir sie nachpacken können.


Seifendieb

Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Herr die Seifenstücke für den Eigenbedarf hatte mitgehen lassen. Das Produkt und auch die Anzahl an Seife und damit auch der Warenwert sind nun nicht gerade das typische Zeug, das im Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität in den einschlägigen Läden verschachert wird.

Seife … hatten wir bei Ladendieben so auch noch nicht dabei.


Lustige Strichcodes – 804

Fundstück von Honza auf dem Limoflaschen der Marke "Hellena": Ein fröhlich sprudelnder Strichcode. Leider in grottiger Fotoqualität, aber die Idee ist mal originell. :-)


Lichtstarke Außenkamera

Unsere neue Kamera ist übrigens erstaunlich lichtstark. Durch mein Bürofenster wirkte es draußen relativ dunkel, der Bildschirm der Videoanlage suggerierte dagegen schwaches Tageslicht wie an einem wolkenverhangenen Tag. Tatsächlich war es draußen so dunkel, dass ich beim Fahrradfahren auf jeden Fall das Licht eingeschaltet und wohl auch schon eine Warnweste übergezogen hätte.

Finde ich aber gut, so sieht man mehr. :-)


Brand-gefährlich

E-Mail einer Firma, die ihr Produkt vorstellen möchte.

1.: "[… ] bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX vorzustellen."

2.: "[…] ist die erste Brand in Europa, […]"

Eigentlich war ich bei Punkt eins schon raus. Aber warum man in einem deutschen Satz nicht "Marke" schreiben kann, sondern krampfhaft englischsprachige Begriffe da reinfrickeln muss, ist mir unbegreiflich. Klingt das besser oder wichtiger? Nein, es klingt bescheuerter, so ist das!

E-Mail ans Tierheim Bremen

Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes vom Tierheim, aber wenn man schon mal dabei ist, eine E-Mail zu schreiben und man gerade im Aufräumwahn die alten Picas-Artikel teilweise in der Hand, auf jeden Fall aber im Kopf hat, kann man ja mal vorsichtig fragen:

[…]
Können Sie auch Artikel wie Leinen, Halsbänder etc. gebrauchen?
Wir haben noch DUTZENDFACH Material aus einem vor vielen Jahren geschlossenen Zoogeschäft eingelagert. Durchgängig Markenartikel (Trixie, Karlie, Red Dingo etc.) und alles Neuware in unterschiedlichen Ausführungen und Größen.
Ich muss dafür kein Geld bekommen, aber zum Vernichten sind die Sachen einfach viel zu schade. Wenn der Tierschutzverein etwas damit anfangen kann, wäre es doch perfekt. Mal gucken, was sie antworten …

Abgelaufene Lemonaid-Dosen

Die Bio- und Fairtrade-Limos von Lemonaid laufen bei uns richtig gut. "Richtig gut" heißt jetzt nicht, dass wir davon zig Kisten am Tag verkaufen, aber für ein relativ spezielles Produkt, das für 1,69 € pro 330ml-Flasche verkauft wird, sind die Absätze bei uns gar nicht so verkehrt.

Der Vertreter hatte vor einer Weile einen Aufsteller mit Lemonaid in Dosen im Angebot. Mit den Dosen wollte man mal einen neuen Weg beschreiten und Getränkedosen laufen ja auch im Allgemeinen (wieder) relativ gut. Also habe ich ihn bestellt und voller Erwartungen hier in die Getränkeabteilung in die unmittelbare Nähe zu den Lemonaid-Flaschen gestellt.

Die Zielgruppe von Lemonaid ist wohl doch eher für Mehrweg-Glasflaschen als für Einweg-Aluminiumdosen zu begeistern und so passierte, was passieren musste – die Dosen laufen nur sehr schleppend. So schlecht, dass die erste der Sorten darauf nun sogar schon mit dem MHD in Konflikt gekommen ist, ein ganzer Korb voll mit im März bereits abgelaufenen Dosen in der Sorte Orange steht nur hier im Lager. Verkaufen mögen wir sie nicht mehr, also werden wir sie uns wohl nach und nach selber einverleiben.

Die anderen Sorten laufen erst im September ab, da können wir sie also noch entspannt etwas Staub ansetzen lassen. Schuster, bleib bei deinen Leisten und Lemonaid, bleib bei deinen Flaschen. Aber man lernt ja. :-)


Finale Picas-Resteverwertung

Wir haben nun endlich das Projekt gestartet, die Halle auszuräumen, um die Immobilie anders als nur als Zwischenlager für den Trödeltrupp zu nutzen. Trotz dieser Prämisse habe ich damit keine Eile, aber nach und nach werden wir nun alles durcharbeiten. Mit der Auswahl zwischen verschrotten, verkaufen und verschenken wird sich für alles eine Verwendung finden.

Ich hatte mir am Feiertag eine Kiste aus dem ehemaligen Onlineshop-Bestand mitgenommen und versuche nun einfach mal, die Sachen unters Volk zu bringen. Unter anderem sind noch diese Ultraschall-Vernebler von Exoterra dabei. 5 Stück, originalverpackte Neuware, der ursprüngliche Verkaufspreis lag mal bei weit über 300 Euro. Online bekommt man die Dinger inzwischen ein gutes Stück günstiger, ich biete sie jetzt bei Ebay für 25 Euro an. Vielleicht finden sich ja Abnehmer dafür. :-)

Mal gucken, ob das noch Stress mit Ebay gibt. Diese Verkäufe haben nach Außen hin ja sicherlich den Anschein von gewerblichem Handel – die Artikel sind aber damals nach dem Ende von Picas Tierfutter offiziell als Privatentnahme verbucht und versteuert worden, stehen mir also zur freien Verwendung zu, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen.


Verlorener Leergutbon mit knapp 7 €

Im Laden lag in einem Gang auf dem Fußboden ein Leergutbon, der mit knapp sieben Euro Pfandwert auch nicht ganz klein war.

Laut aufgedruckter Uhrzeit war er rund 20 Minuten alt. Ich sah trotzdem schnell auf der Videoanlage nach. Mache Kunden lassen sich ja Zeit beim Einkauf oder treffen noch Bekannte und quatschen sich fest, aber in diesem Fall hatte die Kundin schon längt unseren Laden verlassen.

Sie hatte ein paar Kleinigkeiten eingekauft und wohl auch an der Kasse war ihr nicht aufgefallen, dass sie noch den Leergutbon hätte einlösen können. Sie hatte den Verlust offenbar nicht einmal bemerkt, denn sie suchte den Bon augenscheinlich gar nicht erst.

Ich kannte sie nicht als Stammkundin und nachdem sie auch im Laufe des Tages nicht mehr wiederkam, steckte ich den Bon zugunsten der Elis in Afrika in unsere Spendenbox.

Moschee: Nette Nachbarn!

Seit fast anderthalb Jahren hat das Moscheegebäude einen neuen Eigentümer. Die Türken (klingt so geschrieben irgendwie abwertend, aber es war nun mal ein türkischer Verein, der da vorher drin war) sind raus, stattdessen ist der Somalische Kulturverein e.V. Bremen eingezogen.

Seitdem hat sich vieles sehr positiv entwickelt, was wir in den 25 Jahren davor nie so erlebt haben. Abgesehen davon, dass die Betreiber der Moschee selber sehr erpicht darauf sind, dass deren Gelände nicht wild (von Moscheebesuchern) zugeparkt wird, sie schließen freitags sogar konsequent das Tor, damit niemand reinfahren kann, achten sie auch stets darauf, dass wir hier ungehindert rein und raus kommen. Absolut top.

Und nicht nur das, der ganze Umgang ist viel schöner geworden. Früher haben wir hier in zwei Paralleluniversen gelebt, die kaum Berührungspunkte hatten. Wir wurden von den Moschee-Leuten kaum gegrüßt oder beachtet, wir haben uns irgendwann die Mühe auch nicht mehr gemacht und so ist man wortlos aneinander vorbeigegangen.

Von den neuen Nachbarn wurde ich schon quer über den Hof rufend und winkend mit "Hey, Björn, wie geht's?" begrüßt. Wenn wir uns direkt begegnen, grüßen wir uns mit Handschlag, man plaudert mal und selbst wenn die Sprache manchmal zur Barriere wird, sind alle dabei zumindest sehr bemüht.

Ernsthaft: So stelle ich mir ein gelebtes, "buntes" Miteinander vor. So macht das allen Beteiligten Spaß und ich denke, das ist auch eine gute Basis, um ganz allgemein Ressentiments gegenüber anderen Kulturen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren.

Musste ich einfach mal loswerden, weil es wirklich schön ist. :-)

Ex-Puzzlekartons

Ein Kollege hatte die beiden alten, ausgemusterten Puzzlekartons hier im Lager deponiert, nachdem wir die beiden neuen Kartons für unsere Zählbretter bekommen haben.

Im Lager lagen sie nun aber beim Aufräumen im Weg und da sie nun wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen waren, waren sie mit dem nächsten Handgriff würdevoll in der Papppresse gelandet.

Damit ist auch ein Stück Geschichte verschwunden, denn diese Kartons hatte unsere Marktleitung 2005 (!) für unseren kleinen Markt in Achim aus ihrer privaten Sammlung mitgebracht und waren für mich und ein paar wenige andere, die aus der Zeit immer noch hier arbeiten, eine tägliche Erinnerung an das Kaff der guten Hoffnung.