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Moschee: Nette Nachbarn!

Seit fast anderthalb Jahren hat das Moscheegebäude einen neuen Eigentümer. Die Türken (klingt so geschrieben irgendwie abwertend, aber es war nun mal ein türkischer Verein, der da vorher drin war) sind raus, stattdessen ist der Somalische Kulturverein e.V. Bremen eingezogen.

Seitdem hat sich vieles sehr positiv entwickelt, was wir in den 25 Jahren davor nie so erlebt haben. Abgesehen davon, dass die Betreiber der Moschee selber sehr erpicht darauf sind, dass deren Gelände nicht wild (von Moscheebesuchern) zugeparkt wird, sie schließen freitags sogar konsequent das Tor, damit niemand reinfahren kann, achten sie auch stets darauf, dass wir hier ungehindert rein und raus kommen. Absolut top.

Und nicht nur das, der ganze Umgang ist viel schöner geworden. Früher haben wir hier in zwei Paralleluniversen gelebt, die kaum Berührungspunkte hatten. Wir wurden von den Moschee-Leuten kaum gegrüßt oder beachtet, wir haben uns irgendwann die Mühe auch nicht mehr gemacht und so ist man wortlos aneinander vorbeigegangen.

Von den neuen Nachbarn wurde ich schon quer über den Hof rufend und winkend mit "Hey, Björn, wie geht's?" begrüßt. Wenn wir uns direkt begegnen, grüßen wir uns mit Handschlag, man plaudert mal und selbst wenn die Sprache manchmal zur Barriere wird, sind alle dabei zumindest sehr bemüht.

Ernsthaft: So stelle ich mir ein gelebtes, "buntes" Miteinander vor. So macht das allen Beteiligten Spaß und ich denke, das ist auch eine gute Basis, um ganz allgemein Ressentiments gegenüber anderen Kulturen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren.

Musste ich einfach mal loswerden, weil es wirklich schön ist. :-)

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Kommentare

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Bernd am :

Schön so was auch zu lesen.

Ich glaube auch kaum, dass es viele Menschen in Deutschland gibt, die etwas gegen ein solches gelebtes Miteinander einzuwenden haben.

Leider gibt es auch die Kehrseite der Medaille, sprich Kulturkreise, die schlicht und einfach nicht mit unserem Miteinander und Werten kompatibel sind.

Aber was erzähle ich dir da, du hast es selbst erlebt und hast Erfahrung.

Auf ein gutes Miteinander, egal woher jemand kommt, Hauptsache es funktioniert. Falls nicht, kann (und sollte) jeder gehen.

Micha am :

Ich würde das nicht von den Kulturkreisen abhängig machen, es gibt überall faule Eier.

Auch in Deutschland, auch ohne Migrationshintergrund gibts Probleme.

nicht der andere am :

Die vom Vorredner erwähnte "Kehrseite der Medaille, sprich Kulturkreise, die schlicht und einfach nicht mit unserem Miteinander und Werten kompatibel sind", sind ja eben nicht bestimmte Kulturkreise, sondern ausschließlich bestimmte Menschen, bestimmte Gruppen, bestimmte Organisationen, bestimmte Kreise, die im eigenen Saft schmoren wollen und alles andere für Teufelszeug halten. Die erwähnten Protagonisten verdeutlichen das doch schon. Niemand wird Türken generell Kompatibilität absprechen, denn jeder wird selbst auf Kompatible kommen. Umgekehrt gibt's unvergleichbar weniger Somalier und ungleich mehr Einheimische würden annehmen, daß die angesichts Entfernung, Kultur, Geschichte, Erfahrungen und dem, was man selbst aus Somlia mitbekommen hat, kaum kompatibel sein werden.

Bernd am :

Die Mär vom Einzelfall kannst du für dich behalten. Das ist Blödsinn. Dafür bin ich zu alt, sprich mit 60jähriger Erfahrung.

Auch sprach ich von Kulturkreisen und nicht landesspezifischer Auswahl.

Weiterhin bestätigen Ausnahmen die Regel. Auch ich kenne einzelne Ausnahmen, die sind aber wie bei Ausnahmen üblich, eher selten(ener).

Und bevor du mit deiner Rassismuskeule kommst, lies einfach noch mal meinen ersten Beitrag (genauer durch) und wische dir vorher den Schaum vom Mund.

Micha am :

Weil du 60 bist kannst du dich nicht irren mit deiner annekdotischen Evidenz?

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