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Clan Campbell

In der vorletzten Woche hatte ein Vertreter eine große und zwei kleine Flaschen Whiskey (Blended Scotch) der Marke "Clan Campbell" bei uns zurückgelassen. "Ist gelistet, könnt ihr bestellen", was ich auch tat. Einen Platz in der Vitrine hatte ich an der richtigen Stelle frei (direkt neben Johny Walker, auch ein Blended Scotch) und mit 12,99 € pro Flasche ist der Clan Campbell auch eher im unteren Preissegment verortet.

Eine der kleinen Flaschen hatte ich mit nach Hause genommen und selber mal verkostet. Bei Amazon und auf anderen Plattformen wird der Whisky im Grunde überall mit deutlich über vier Sternen bewertet – ich fand schon den Geruch unangenehm und habe nach dem Probieren den Rest vom Glas im Ausguss versenkt. Uuuah, aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Dafür gibt es bestimmt auch Leute, die einen Glenmorangie oder (ich geb's ja zu) einen Jameson (aber nur zum Mixen) unlecker finden. :-)

Ich wollte die Bestellung zuerst noch stoppen, aber nun haben wir ihn doch hier stehen. Vielleicht freut sich ja der eine oder andere Kunde darüber. Kennt ihr den Clan Campbell und habt eine Meinung dazu?


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Kommentare

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Buntklicker am :

Jameson nur zum Mixen? Also, den würde ich pur trinken. Ist halt irisch und nicht schottisch und schmeckt anders, aber zum Mixen doch lieber einen Ballantine's.

Anonym am :

Den Clan kenne ich noch nicht. Aber wenn man mal Laphroaig (Islay) probiert hat, weiß man was purer Torf und Carbid zu bieten hat. Das Zeug polarisiert im wahrsten Sinne. - Also alle vom Rest. :-D
Habt Ihr Laphroaig denn im Sortiment?

ShadowAngel am :

Bei dem Kommentar sieht man den Mangel an Erfahrung. Klar, mehr als Supermarktware kennen die meisten Menschen nicht und Laphroaig ist eben der Supermarktschotte neben dem Talisker (und Singleton für alle denen schon die 2 Islays zu extrem sind) aber so wirklich torfig ist der nicht.
Der beste Islay ist natürlich ohne Frage Ardbeg (der Uigeadail ist exzellent, viel besser als der 10j), auch wesentlich torfiger aber es geht noch stärker. Wenn du denkst Laphroaig ist torfig, dann versuche mal einen Bunnahabhain 11j oder Bruichladdich Octomore :-D

unregistrierter User am :

Dieser "Mangel an Erfahrung" sorgt auch dafür, dass Heineken das bekannteste deutsche Bier im Ausland ist ;-)

Um so etwas wie die Welt der Whiskys und Whiskeys so weit zu durchschauen, dass ein wirklicher Kenner keine Kritik a´la "Supermarktware" anbringt, ist halt viel Zeit, Engagement und Geld notwendig. Inzwischen kann man sich zwar viel anlesen, um jedoch wirklich den Geschmack und die Bandbreite zu bewerten, muss man schon recht viele Whiskys getrunken haben. Entweder hat man das Glück, dass man einen "Kenner" kennt oder muss eben Zeit und Geld investieren, um zu möglichst vielen Tastings zu gehen, direkt nach Schottland/Irland zu fahren oder sich für "will ich mal probieren" ne Flasche für 50 oder mehr Euro ins Regal stellen. Wahlweise kann man auch in eine Bar mit großem Whisky-Angebot gehen, wo man dann zwar weniger zahlt als für eine Flasche jedoch immer noch mehr als für eine durchaus vernünftige Sorte im Supermarkt.

Ich bin eher der Gin-Trinker aber auch da gibt es ja eine ganze Bandbreite an Geschmäckern und Preisen. Und ich unterhalte mich gerne mit Menschen über Gin und höre Kennern auch gerne zu. Leider gibt es aber dort wie auch unter den Whisky-Kennern ein paar wenige Exemplare, die einem das Gefühl der Minderwertigkeit vermitteln wollen, weil der Lieblings-Gin oder -Whisky bei REWE erhältlich ist und nicht nur im Spezialkauf limitiert über Mittelsmänner in einer Nacht- und Nebelaktion mit einem Ruderboot von den Orkney-Islands eingeschmuggelt wird... oder so ähnlich.

Möhre am :

Im Grunde reicht auch ein Besuch im "Big Market" am Stadtrand von Berlin, von außen ein völlig unscheinbarer, etwas aus der Zeit gefallener Laden. Aber innen entpuppt er sich dann als der beste und umfassenste Fachgeschäft des ganzen Landes.

unregistrierter User am :

Ja, wenn man (Umland-)Berliner oder zufällig in nächster Zeit mal vor Ort ist.
Natürlich sind solche Märkte gut, um sich mit den eigenen Geschmacksvorlieben (die man in der Regel am Supermarktsortiment vorgeprüft hat) nun beraten und zu einem oder zwei Sorten raten zu lassen, die man sich für den besonderen Schluck ins Regal stellt. Und meiner Meinung nach ist es genau das, was der "Standard-Liebhaber" solcher Spirituosen durchaus als Ziel haben kann: die gute Supermarktqualität und 1-2 dem eigenen Geschmack angepasste Hochkaräter. Alles darüber hinaus ist für (meist auch eher Pseudo-)Experten, von denen dann einige einem dennoch um die Ohren hauen, dass man ja diesen und jenen hätte kennen sollen und wenn man nicht dortigen schon mal probiert hat, eh keine Ahnung hat.

DiZan am :

https://www.youtube.com/watch?v=jYTfV5o2ZMY

musst gleich an den hier denken....

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