Zahlung, Vorgang wird bearbeitet!
Die Kartenzahlung – das Nervenspiel beim Check Out!
Das Terminal piepst, man tippt seine PIN ein und auf dem Display erscheint "Vorgang wird bearbeitet" oder ein ähnlicher Hinweis und plötzlich steht der eigene Leumund auf dem Prüfstand. Reicht der Kontostand? Funktioniert die Karte? War die Geheimzahl richtig? Wird man gleich vor Ort noch stante pede zum Sicherheitsrisiko für die Einkaufsstätte erklärt?
Der Puls steigt, die ersten Schweißperlen erscheinen auf der Stirn. Man schaut unbeteiligt, geradezu Unschuld heuchelnd, in der Gegend herum, so als wenn auf der Straße plötzlich während der Autofahrt ein Streifenwagen im Rückspiegel auftaucht. Bloß nichts anmerken lassen. Die anderen Kunden hinter einem fangen nervös an, mit den Fingern auf den Griffen ihrer Einkaufswagen zu trommeln. Hälse werden gereckt, ganz hinten ruft bereits jemand nach einer zweiten Kasse. Innerlich läuft schon der Countdown bis zum vollständigen sozialen Untergang ab. Die ersten Fingernägel sind bereits bis aufs blutige Nagelbett abgefressen.
Dann endlich der erlösende Moment: "Zahlung erfolgt."
Während man die Karte mit zitternden Fingern wieder ins Portemonnaie steckt, fährt das Adrenalin langsam wieder herunter. Wer kennt diese Momente nicht?

Das Terminal piepst, man tippt seine PIN ein und auf dem Display erscheint "Vorgang wird bearbeitet" oder ein ähnlicher Hinweis und plötzlich steht der eigene Leumund auf dem Prüfstand. Reicht der Kontostand? Funktioniert die Karte? War die Geheimzahl richtig? Wird man gleich vor Ort noch stante pede zum Sicherheitsrisiko für die Einkaufsstätte erklärt?
Der Puls steigt, die ersten Schweißperlen erscheinen auf der Stirn. Man schaut unbeteiligt, geradezu Unschuld heuchelnd, in der Gegend herum, so als wenn auf der Straße plötzlich während der Autofahrt ein Streifenwagen im Rückspiegel auftaucht. Bloß nichts anmerken lassen. Die anderen Kunden hinter einem fangen nervös an, mit den Fingern auf den Griffen ihrer Einkaufswagen zu trommeln. Hälse werden gereckt, ganz hinten ruft bereits jemand nach einer zweiten Kasse. Innerlich läuft schon der Countdown bis zum vollständigen sozialen Untergang ab. Die ersten Fingernägel sind bereits bis aufs blutige Nagelbett abgefressen.
Dann endlich der erlösende Moment: "Zahlung erfolgt."
Während man die Karte mit zitternden Fingern wieder ins Portemonnaie steckt, fährt das Adrenalin langsam wieder herunter. Wer kennt diese Momente nicht?

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Kommentare
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Bernd am :
Ich nicht. Ich bin noch einer von diesen fiesen Barzahlern. Da weiß man immer, was man in der Tasche hat.
unregistrierter User am :
Oder wie oft ich Winterjacken zur kühleren Zeit aus dem Schrank holte und plötzlich in einer Tasche nen Zehner fand?
Ich weiß dank Banking-App auf dem Handy und Benachrichtigungsfunktion besser Bescheid, was auf dem Konto ist als in der Brieftasche.
Bernd am :
Anonym am :
Bernd am :
Anonym am :
Und weder ist Bernd unanonym noch wäre ich oder jemand anders wirklich anonym. Das Internet weiß alles und auch Bernd das Brot wird das bald begreifen.
Cliff am :
eigentlichegal am :
Ich will jetzt nicht angeben, aber ich kenne meine regelmäßigen Ein- und Ausgaben, meinen daraus resultierenden ungefähren Kontostand und meine ungefähren Bargeldbestände. Subtrahieren kann ich auch und ich stecke mein Geld immer in die Brieftasche und nicht an den erstbesten Ort, der sich gerade anbietet.
Wenn ich lese wie du mit Zehnern umgehst wundert es mich, dass du immer dein Phone findest.
Ich schon wieder am :
Der wahre Profi von heute hat zwar auch null Überblick über seine Finanzen - aber immer noch irgendwo eine Kreditkarte im Wallet oder einstecken, die nach Versagen der Hauptkarte dann doch noch funktioniert.
Lustig sind übrigens auch die ganzen Zahlungformen, die noch funktionieren, wenn das Konto schon in den Miesen ist. Also ELV ohne PIN. Erst geht man aus dem Geschäft und meint gezahlt zu haben.
Am nächsten Tag ist der Betrag runter und am gleichen Tag eine Rückgutschrift wieder drauf.
Dann kommen wenige Tage später zwei so 1ct-Überweisungen mit einem bösen Brief via Verwendungszweck.
Ich hatte aber schon vor dem bösen Brief per manueller Überweisung dem Kaiser gegeben, was des Kaisers ist - habe dann aber vorsichtshalber mit der Hotline telefoniert, ob ich jetzt die 5,90 Mahngebühr auch noch abdrücken muss, um größeren Widrigkeiten zu entgehen.
JP95 am :
Die beschriebene Situation habe ich auch immer mal wieder, seitdem ich nur noch mit Karte zahle. Aber nicht weil mein Bankkonto leer wäre, sondern
1. weil manche Geschäfte manche Karten nicht akzeptieren. Bei SumUp geht z.B. meine EC-Karte nicht direkt und SumUp meint nur "nochmal probieren", was aber nicht klappt. Lösung: Google Wallet, wo die gleiche EC-Karte drin ist, funktioniert dann.
2. weil manche Zahlungsdienstleiter die Rückmeldung von der Bank nicht verstehen und stupide immer schreiben "nochmal probieren". Hier sehe ich in meiner App aber den Hinweis "maximale kontaktlose Versuche erreicht, bitte Karte stecken". Steckt man die Karte rein, geht es dann auch sofort.
Anfangs war das schon unangenehm, inzwischen ist es mir egal. Rentner mit ihrer Spardose an der Kasse brauchen immerhin noch länger.
Bernd am :
"Rentner mit der Spardose" => Das Bashing hättest du dir auch sparen können.
Manchmal wünsche ich mir einen tagelangen Zusammenbruch der IT-Systeme von Banken. Spätestens dann wird man spüren wie wertlos das Plastik in der Tasche ist.
Eine Weltwirtschaftskrise wäre auch mal super. Dann werden die Leute mal kalibriert was wirklich wichtig ist im Leben und was einen Wert hat (z.B. Edelmetall).
Der Hang zur Bequemlichkeit (cool die Karte auflegen) wird noch so manchen bitter aufstoßen.
Filialkasper am :
Mitleser am :
In den heutigen Zeiten, wo man an der Kasse noch 10 Kundenkarten/-Apps scannen muss, um 0,00001 Cent zu sparen, stellen doch "Rentner mit ihrer Spardose" nun wirklich keinen großen Zeitverlust mehr dar.
Barzahlung muss nicht langsamer sein, wie Kartenzahlung nicht schneller sein muss.
Schlimmer sind doch die Leute, die sich zu fein sind, einen Einkaufswagen zu nehmen und an der Kasse erst mal ihre Einkäufe in allerhand Beutel und Rucksäcke zu packen, oder Leute, die erst mal ewig die Geldbörse raussuchen müssen, kann ja auch wirklich niemand ahnen, dass man die an der Kasse braucht.