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Ex: Billard Galerie

Mindestens schon seit wir unseren Laden hier haben, gab es in der Thedinghauser Straße die "Billard Galerie" (Google Street View), ein Treffpunkt vor allem zum Billardspielen. Von meinem Büro aus keine 150 Meter Luftlinie entfernt. Ich war zwar nie selber da, hatte aber das Gefühl, dass die Stätte irgendwie eine Institution war. Ständig traf man auf Leute, die dort hingingen.

Das ist nun Geschichte. Die Billard Galerie ist seit einer Weile geschlossen, in diesen Augenblicken wird das Gebäude (und die daran angrenzenden Nebengebäude und der gesamte Garagenhof daneben) entkernt. Nach Aussage des (neuen) Eigentümers des Geländes, mit dem wir vorhin noch gesprochen haben, soll evtl. heute sogar noch oder spätestens Anfang der nächsten Woche ein Bagger auf die Baustelle gebracht werden. Die gesamten Gebäude auf dem Areal werden nämlich abgerissen und im Anschluss neu bebaut.

Das ist natürlich wirklich Pech für die Billardszene hier in Bremen, aber evtl. monetäres Glück für uns. Dort kommen nämlich zu den aktuell 74 Apartments noch etliche Wohnungen zusätzlich hin – alles auch potentielle Kunden für uns. ;-)


Moschee: Nette Nachbarn!

Seit fast anderthalb Jahren hat das Moscheegebäude einen neuen Eigentümer. Die Türken (klingt so geschrieben irgendwie abwertend, aber es war nun mal ein türkischer Verein, der da vorher drin war) sind raus, stattdessen ist der Somalische Kulturverein e.V. Bremen eingezogen.

Seitdem hat sich vieles sehr positiv entwickelt, was wir in den 25 Jahren davor nie so erlebt haben. Abgesehen davon, dass die Betreiber der Moschee selber sehr erpicht darauf sind, dass deren Gelände nicht wild (von Moscheebesuchern) zugeparkt wird, sie schließen freitags sogar konsequent das Tor, damit niemand reinfahren kann, achten sie auch stets darauf, dass wir hier ungehindert rein und raus kommen. Absolut top.

Und nicht nur das, der ganze Umgang ist viel schöner geworden. Früher haben wir hier in zwei Paralleluniversen gelebt, die kaum Berührungspunkte hatten. Wir wurden von den Moschee-Leuten kaum gegrüßt oder beachtet, wir haben uns irgendwann die Mühe auch nicht mehr gemacht und so ist man wortlos aneinander vorbeigegangen.

Von den neuen Nachbarn wurde ich schon quer über den Hof rufend und winkend mit "Hey, Björn, wie geht's?" begrüßt. Wenn wir uns direkt begegnen, grüßen wir uns mit Handschlag, man plaudert mal und selbst wenn die Sprache manchmal zur Barriere wird, sind alle dabei zumindest sehr bemüht.

Ernsthaft: So stelle ich mir ein gelebtes, "buntes" Miteinander vor. So macht das allen Beteiligten Spaß und ich denke, das ist auch eine gute Basis, um ganz allgemein Ressentiments gegenüber anderen Kulturen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren.

Musste ich einfach mal loswerden, weil es wirklich schön ist. :-)